Das Baudenkmal als lebendiges Gotteshaus erhalten | 29.11.2019

Das Paderborner Metropolitankapitel legt jetzt mit dem Finanzbericht für das Jahr 2018 zum zweiten Mal einen Jahresabschluss nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches vor. Im Zentrum der Aufgaben des Domkapitels steht der Erhalt des Hohen Doms zu Paderborn als Baudenkmal und lebendiger Glaubens-Ort. Wie der Vorjahresbericht hat der Jahresabschluss 2018 den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk eines unabhängigen Wirtschaftsprüfers erhalten.

Das 950. Weihejubiläum des Imad-Doms, des Vorgängerbaus des Doms in seiner heutigen Form, nahm das Metropolitankapitel im Jahr 2018 zum Anlass, insbesondere auf die Bedeutung des Paderborner Doms als Gotteshaus hinzuweisen. „Es ging nicht darum, ein Bauwerk zu feiern, sondern das geistliche Anliegen, das dahintersteht: dass der Mensch Orte braucht, an denen er Gott finden und wo er alle wichtigen Ereignisse im Leben feiern kann“, sagt Dompropst Monsignore Joachim Göbel. „Diesem Auftrag dienen auch die finanziellen Mittel, die dem Metropolitankapitel zur Verfügung stehen.“

Aufwendungen und Erträge

Im Jahr 2018 beliefen sich die Aufwendungen auf insgesamt rund 6,1 Millionen Euro. Den größten Anteil bildeten die in den sonstigen Aufwendungen enthaltenen Instandhaltungsaufwendungen. Diese umfassten rund 3,5 Millionen Euro (Vorjahr: 2,4 Millionen Euro), unter anderem für die Sanierung der Domorgel, des Domturms und der Kaiserpfalz sowie für die Neugestaltung des Domvorplatzes. Den Aufwendungen standen Erträge in Höhe von 6,5 Millionen Euro gegenüber. Größter Ertragsposten waren die Zuschüsse und Zuweisungen des Erzbistums Paderborn. Für Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen sowie sonstige Projekte stellte das Erzbistum 5,9 Millionen Euro zur Verfügung.

Positives Jahresergebnis

Aufgrund der gegenüber dem Vorjahr höheren Erträge aus Zuweisungen und Zuschüssen und gleichzeitig rückläufiger Aufwendungen schloss das Wirtschaftsjahr 2018 mit einem Jahresüberschuss von rund 0,4 Millionen Euro ab (Vorjahr: rund -0,5 Mio. Euro). Die Bilanzsumme ging auf 18,8 Millionen Euro zurück (Vorjahr: 20,4 Millionen Euro).

Auch im laufenden Jahr erfordern Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten im und um den Paderborner Dom erhebliche Finanzmittel. „Auf einer soliden Basis können und werden wir weiter dem Auftrag nachkommen, den Paderborner Dom als Raum der Seelsorge und der Feier des Glaubens zu erhalten“, versichert Dompropst Msgr. Göbel.

Titelbild des Finanzberichts Das Paderborner Metropolitankapitel hat seinen Jahresabschluss für das Jahr 2018 veröffentlicht. © Metropolitankapitel Paderborn