Dank für die gelebte Botschaft des Glaubens | 04.08.2018

Pontifikalamt mit Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB am Tag der Caritas

Paderborn, 4. August 2018. Rund 800 haupt- und ehrenamtliche Caritas-Mitarbeiter feierten mit Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB das Pontifikalamt am Tag der Caritas zu Ehren des heiligen Liborius. Dabei lobte der Weihbischof die Caritas-Mitarbeitenden für das Engagement der liebenden Zuwendung zu den Bedürftigen der Zeit, und sagte Dank für diese „gelebte Botschaft des Glaubens“.

Traditionell lädt der Caritasverband für das Erzbistum Paderborn am zweiten Samstag der Libori-Woche zum „Tag der Caritas“ ein. In seiner Begrüßung vor dem Pontifikalamt freute sich Diözesan-Caritasdirektor Josef Lüttig über den großen Zuspruch aus der Diözese zu diesem gemeinsam Tag. „Hilfe durch Dich. Die herzlichste Formel der Welt“, das diesjährige Motto der Caritas, sei auf dem Banner am Turm des Paderborner Doms weit zu sehen.

„Verschenke Liebe und du bekommst doppelt so viel zurück“, stellte Lüttig den Bezug aus den Erfahrungen der Arbeit der Caritas her. Das Libori-Motto „behütet und bedacht“ in Verbindung mit dem Dom-Jubiläum würde zeigen, dass Gotteshäuser ein schützender und bergenden Raum seien. Dies sei erfahrbar in der gläubigen Gemeinschaft und der Gegenwart Gottes. Lüttig betonte: „Wir brauchen Räume, in denen wir geborgen sind.“ In der Aktion „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“ habe die Caritas aktiv Stellung bezogen: „Wir machen die Erfahrung, dass viele Menschen keine Chance auf eine bezahlbare Wohnung haben. Das können wir als Caritas nicht unkommentiert lassen.“

Den Menschen – mit Blick auf das Libori-Motto – hatte auch Weihbischof Domincius im Blick: „Behütet und bedacht – diese Worte spiegeln Gottes Handeln am Menschen wider, sein Interesse an uns. Denn wer behütet ist und an wen gedacht wird, der ist mir etwas wert, dessen Gemeinschaft ist mir wichtig. In dessen Nähe möchte ich leben.“

Aber das Leben bestehe nicht nur aus Gefühlen, sondern auch aus harten Fakten, die das Behütet- und Bedachtsein hart auf den Prüfstand stellen würden. Gerade den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Caritas begegneten jeden Tag Menschen, die mit Lebensgrenzen, Krankheit, finanzieller oder seelischer Not und Heimatlosigkeit im sehr konkreten und im übertragenen Sinne zu kämpfen hätten, schaute der Weihbischof auf die alltägliche Arbeit der Caritas.

Als Christinnen und Christen seien wir der ‚Brief Gottes an die Menschen‘, wie es im 2. Korintherbrief (3,1,-3) heiße. „Mit dieser Botschaft des Lebens müssen wir uns einmischen in die politischen Diskussionen unserer Tage, müssen unsere christlichen Wertevorstellungen laut und offen vertreten und nicht schweigen, wo die Würde des Menschen durch Wort und Tat verletzt wird“, forderte Weihbischof Dominicus.

Gerade hier sei die Caritas gefordert und bereits ein Vorbild, indem sie die gelebte Botschaft des Glaubens in einer Zeit der Erosion des Glaubens und der Verfall der christlichen Werte vertrete: „Ihr Engagement, Ihre gelebte Menschlichkeit, Ihre helfenden Hände, Ihre tröstenden Worte, Ihr vielleicht schweigendes Mitgehen und Mitleiden schenken Lebensmut und geben den gebrochenen Biographien bedürftiger Menschen einen neuen Sinn.“

Am Pontifikalamt nahmen u.a. teil: Markos Ghebremedhin, Apostolischer Vikar von Jimma Bonga (Äthiopien), Generalvikar Alfons Hardt, Weihbischof Manfred Grothe und Domkapitular Dr. Thomas Witt, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes. Für die musikalische Gestaltung sorgten Kirchenchor St. Laurentius Nordborchen und der Chor Zwischentöne Paderborn unter der Leitung von Christian Nolden sowie Domorganist Tobias Aehlig.

Bischof predigend Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB dankte den Caritas-Mitarbeitenden für die \"gelebte Botschaft des Glaubens\". © pdp / Ronald Pfaff

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